Planen Sie entlang der Termine

Einführungszeitplan & Produktkategorien

Der DPP kommt Kategorie für Kategorie über delegierte Rechtsakte. Batterien sind die einzige Gruppe mit einem festen gesetzlichen Datum; jeder andere Zeitplan folgt dem Arbeitsplan der Europäischen Kommission und bleibt richtungsweisend, bis der jeweilige delegierte Rechtsakt in Kraft tritt.

Regulatorische Meilensteine

Der Weg zur vollständigen Anwendung

18. Juli 2024

ESPR tritt in Kraft

Die Verordnung (EU) 2024/1781 ersetzt die Ökodesign-Richtlinie und schafft die Rechtsgrundlage für den Digitalen Produktpass.

März 2025

CIRPASS-2 EU-DPP-Kernontologie

Das Interoperabilitäts-Referenzmodell für DPP-Daten wird geliefert und leitet Sektorpiloten in Textilien, Elektronik, Reifen und Bau.

April 2026

ISO/IEC JTC 5 gegründet

Ein eigenes globales Standardisierungskomitee für Digitale Produktpässe wird gegründet; substanzielle Ergebnisse werden ab 2028 erwartet.

19. Juli 2026 - zentraler Meilenstein

Vollständige ESPR-Anwendung & Start des zentralen EU-DPP-Registers

Der Rahmen wird aktiviert und das Register geht in Betrieb. Dies ist die Aktivierung des Rahmens - für die meisten Kategorien noch keine Pflicht auf Produktebene.

26. Juli 2026

Leitlinien zur Batterie-Sorgfaltspflicht fällig

Die Leitlinien der Kommission zur verantwortungsvollen Beschaffung prägen die Datenschicht jedes Batteriepasses.

Februar 2027 - erste Pflicht

Batteriepass wird verpflichtend

E-Fahrzeug-, Industrie- und Leichtverkehrsbatterien über 2 kWh benötigen einen Pass gemäß EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 - die praktische Blaupause für jede spätere Kategorie.

~2027–2028

Delegierter Rechtsakt Textilien & erste Welle

Der delegierte Rechtsakt für Textilien/Bekleidung wird um 2027 erwartet; mit der Mindest-Anwendungsfrist von ~18 Monaten kommen verpflichtende Pässe realistisch frühestens 2028.

2028–2030

Eisen & Stahl, IKT/Elektronik, Reifen, Möbel

Weitere prioritäre Gruppen werden schrittweise eingeführt, wobei Eisen & Stahl sowie IKT/Elektronik voraussichtlich am schnellsten folgen.

Bis ~2030

Nahezu alle Produktgruppen erfasst

Analysen erwarten, dass sich die DPP-Pflichten auf fast alle auf dem EU-Markt in Verkehr gebrachten Produktgruppen erstrecken. Eine erste ESPR-Wirksamkeitsprüfung ist ebenfalls um 2030 fällig.

Stand 2026 ist noch kein produktspezifischer delegierter ESPR-Rechtsakt in Kraft getreten. Termine über Batterien hinaus folgen dem Arbeitsplan der Kommission und können sich verschieben. Behandeln Sie sie als Planungsanker, nicht als festes Recht.

Nach Produktgruppe

Wann benötigt Ihr Produkt einen Pass?

Erwartete Umsetzungsfenster für die prioritären Gruppen gemäß ESPR-Arbeitsplan.

ProduktgruppeErwartete PflichtRechtsinstrumentDatenfokus
E-Fahrzeug-, Industrie- & LMT-Batterien (> 2 kWh)Februar 2027 (fest)Batterieverordnung (EU) 2023/1542Kritische Rohstoffe, CO₂-Fußabdruck je Lebenszyklusphase, Rezyklatanteil, Gesundheitszustand
Textilien, Schuhe & BekleidungFrühestens 2028 (Rechtsakt ~2027)Delegierter ESPR-RechtsaktFaserzusammensetzung, Herkunft, Rezyklatanteil, Langlebigkeit, Lieferketten-Rückverfolgbarkeit
Eisen & Stahl2028–2029Delegierter ESPR-RechtsaktLebenszyklus-Emissionen, Rezyklatanteil, Materialleistung
IKT & Elektronik2028–2029Delegierter ESPR-RechtsaktKomponenten, Reparierbarkeit, Materialrückgewinnung, gefährliche Stoffe
Reifen2028–2029Delegierter ESPR-RechtsaktMaterialien, Langlebigkeit, Recyclingfähigkeit
Möbel2029–2030Delegierter ESPR-RechtsaktLanglebigkeit, Materialien, kreislauffähige Designmerkmale
Reinigungsmittel, Farben, Schmierstoffe & Aluminium2029–2030Delegierter ESPR-RechtsaktZusammensetzung, Umweltauswirkung, sichere Handhabung
BauprodukteSpätere PhasenESPR-/CPR-AngleichungLebenszyklus-Emissionen, Materialleistung, Lebensende

LMT = leichte Verkehrsmittel. Die Fenster spiegeln den Arbeitsplan der Kommission und Branchenanalysen wider; nur Batterien haben ein festes gesetzliches Datum.

Das Signal richtig lesen

Warum das Warten auf Ihre Frist der falsche Instinkt ist

Der Pass ist ein Datenproblem, das als Compliance-Frist verkleidet ist. Der QR-Code, der Registereintrag und das Dateiformat sind der einfache Teil - was darüber entscheidet, ob ein Pass Bestand hat, ist das Zusammenführen überprüfbarer Material-, CO₂- und Lieferantendaten über die gesamte Wertschöpfungskette.

Da noch kein produktspezifischer delegierter Rechtsakt in Kraft ist, sind die kommenden 18–24 Monate das günstigste Zeitfenster, um diese zugrunde liegende Datenschicht aufzubauen, bevor die Anforderungen rechtlich fixiert werden.

Wählen Sie Ihren Umsetzungsleitfaden

Batterien sind die Blaupause

Was auch immer Sie herstellen, studieren Sie den Batteriepass - spätere Kategorien übernehmen seine Struktur und Lehren.

Vorhandene Datensätze wiederverwenden

Bereits für REACH, RoHS, CSRD und Batterie-Sorgfaltspflicht erhobene Daten lassen sich direkt in einen DPP überführen.

Lieferanten brauchen Vorlaufzeit

Datenlücken in der Vorkette sind der größte Engpass. Das Onboarding von Lieferanten ist ein mehrquartaliges Vorhaben - beginnen Sie jetzt.